Tarifvertrag für die versicherungswirtschaft

Posted On Tuesday, August 4, 2020

VvL und der Dienstleistungssektor Arbeitgeber Palta verhandeln und vereinbaren den allgemein verbindlichen Tarifvertrag für die Versicherungsbranche. Wird ein für beide Seiten annehmbarer Kompromiss gefunden, wird der Text des Abkommens ausgearbeitet und das Dokument unterzeichnet. Schließlich informieren der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaften ihre jeweiligen Mitglieder und die Öffentlichkeit über den abgeschlossenen Tarifvertrag. Darüber hinaus haben AGV und ver.di im August 2011 eine Pauschalzahlung von 350 Euro ausgehandelt, obwohl die Beschäftigten der unteren Lohngruppen A, B und I, II, eine höhere Einmalzahlung von 450 Euro erhalten. Die Jahresvergütung der Auszubildenden in der Versicherungswirtschaft wird zum 1. September 2011 um 25 € und am 1. Oktober 2012 um den gleichen Betrag erhöht. Obwohl zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten, können sich die Verhandlungsparteien manchmal nicht durch offene Verhandlungen einigen. In diesem Fall können die Parteien entscheiden, zum Schiedsverfahren zu gehen.

Arbeitskampfmaßnahmen (Streik oder Aussperrung) sind eine weitere Methode für Gewerkschaften, ihre Interessen zu verfolgen. Bislang wurden handelspolitische Auseinandersetzungen in der deutschen Versicherungswirtschaft im Gegensatz zu vielen anderen Branchen jedoch gütlich beigelegt. Am 29. März 2011 wurde die erste Tarifrunde gestartet. Ver.di forderte für jeden Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von 6 Prozent oder mindestens 150 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber lehnten dies zunächst ab und machten kein Gegenangebot. In der nächsten Verhandlungsrunde forderte die AGV jedoch unter anderem eine Änderung des Lohnbesoldungssystems und die Möglichkeit der Unternehmen, aufeinanderfolgende befristete Verträge ohne objektive Begründung (Sachgrundlose Befristung) für vier statt der laufenden zwei Jahre abschließen zu können (siehe Tarif-Nachrichten, Ausgabe 2/2011). Nach vier Verhandlungsrunden erzielten die Sozialpartner schließlich am 22. Juli 2011 einen Kompromiss. Die Gewerkschaft der Versicherungsangestellten in Finnland, Vakuutusväen Liitto VvL ry, ist ein mutiger, einflussreicher und sichtbarer Lobbyist für die Interessen ihrer Mitglieder.

VvL fördert die beruflichen, sozialen und rechtlichen Interessen der Beschäftigten im Versicherungs-, Finanz- und Investitionssektor. VvL arbeitet als Bindeglied zwischen seinen Mitgliedsorganisationen. VvL wurde 1945 gegründet. Die Ziele der VvL sind die Erneuerung des Lohnsystems im Versicherungssektor, die Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz, die Stärkung der Macht und des Einflusses der Arbeiterbewegung, die Erhaltung von Arbeitsplätzen in Finnland, die Unterstützung seiner Mitglieder bei Veränderungen in der Beschäftigung und die Bereitstellung eines ausgezeichneten Dienstes für ihre Mitglieder. Die deutsche Versicherungswirtschaft hatte eine Schiedsvereinbarung bis zum 30. Juni 1980, als sie von den Gewerkschaften gekündigt wurde. Seitdem wurde sie nicht verlängert, weil beide Verhandlungsparteien entschieden, dass es besser wäre, vernünftige Lohnabschlüsse untereinander abzuschließen – ohne einen Schiedsrichter. Erstens kündigt einer der beiden Sozialpartner (Arbeitgeberverband oder Gewerkschaft) die Kündigung des Tarifvertrags. Die Gewerkschaften stellen ihre Forderungen bei den Arbeitgebern vor und informieren in der Regel gleichzeitig die Presse. Sie erläutern ihre Forderungen, machen ihre Ziele klar und begründen, warum diese Forderungen als erreichbar gelten. Die Arbeitgeber formulieren ihrerseits ihre entsprechenden Gegenforderungen und informieren die Gewerkschaften und gegebenenfalls die Öffentlichkeit über die Situation und die Rahmenbedingungen in der Branche.